Artikel erschienen am 09.09.2016
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Firmenblutspende als CSR-Instrument

Mitarbeiter zu echten Lebensrettern machen

Von Jürgen Engelhard, Springe

Kleiner Piks, großer Beitrag – für Blutspender sind es nur wenige Minuten ihrer Zeit, für Patienten ist es lebensrettende Hilfe: Mit einer Blutspende beim Deutschen Roten Kreuz kann jeder zu einem echten Lebensretter werden und mit wenig Aufwand Gutes tun. Gemeinsam mit dem DRK-Blutspendedienst NSTOB haben mittelständische und große Unternehmen die Möglichkeit, mit einer Firmenblutspende direkt vor Ort ihre Mitarbeiter zu „Helden des Alltags“ zu machen und diese Aktion im Rahmen ihrer Corporate Social Responsibility zu nutzen und zu kommunizieren.

War der Begriff Corporate Social Responsibility oder kurz CSR vor einigen Jahren eher noch ein neudeutsches Wortspiel, so sind sich heute viele große und kleine Firmen ihrer sozialen Verantwortung und auch dem daraus folgenden positiven Marketingeffekt bewusst. Sie wollen mit ihren Mitarbeitern, Produkten oder mit Kooperationen und Spenden in ihrem Umfeld helfen, Gutes tun und dies natürlich auch in ihrer Unternehmenskommunikation als positives Attribut nutzen. Die DRK-Blutspendedienste bieten eine besondere Möglichkeit an, mit der Firmen direkt lebenswichtige Hilfe leisten können: die Firmenblutspende. Für Unternehmen und Mitarbeiter ist der Aufwand gering, denn unsere Entnahmeteams bringen alles mit, damit es in den Räumlichkeiten vor Ort direkt losgehen kann. Der Effekt für CSR-Aktivitäten hingegen ist enorm: Innerhalb weniger Stunden haben Firmen ihre Mitarbeiter zu echten Lebensrettern gemacht, denn die Blutspende eines Einzelnen kann bereits für bis zu drei bedürftige Patienten lebensentscheidend sein.

Blutspenden werden dringend gebraucht – jeden Tag

Blut zu spenden ist deshalb so wichtig, da es nach wie vor nicht künstlich hergestellt werden kann, aber jeden Tag in großer Menge gebraucht wird: Die DRK-Blutspendedienste benötigen in Deutschland täglich 15 000 Blutspenden, um klinischen Einrichtungen ausreichend mit allen Blutgruppen versorgen zu können. Dabei kennt der Bedarf an Spenderblut auch keine Ferien und Feiertage, die Versorgung muss 24 Stunden am Tag, 7 Tage pro Woche und 365 Tage im Jahr gewährleistet sein. Vielen Menschen ist die Bedeutung der Blutspende bewusst, allerdings entscheiden sich trotz dieses hohen Bedarfs nur 4 % der deutschen Bevölkerung dafür, tatsächlich regelmäßig zur Blutspende zu gehen.

Tue Gutes und rede darüber

Genau hier liegt ein weiterer CSR-Ansatzpunkt: Über die Blutspende zu sprechen ist gut, wirklich helfen kann aber nur derjenige, der sich aktiv für die Blutspende entscheidet und sie abgibt. Mit einer Firmenblutspende haben Unternehmen am Ende des Tages nicht nur Werbung in eigener Sache gemacht und sich sowie die Blutspende ins Gespräch gebracht, sondern aktiv geholfen und allen, die auf Spenderblut angewiesen sind, Mut zum Durchhalten und lebenswichtige Hilfe geschenkt.

Foto: DRK

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