Artikel erschienen am 20.05.2017
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Mehr als 1.100.000 Euro für die Mitglieder erkaempft

Der SoVD-Braunschweig hilft dort, wo es nicht mehr weiter geht

Von Kai Bursie, Braunschweig

Der Kreisverband Braunschweig des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) hat auch vergangenes Jahr wieder mehr als 1 100 000 Euro für die Braunschweiger Mitglieder erkämpft. Der Verband bietet seinen Mitgliedern juristische Beratung zu allen sozialrechtlichen Fragen – Antragstellung und Widerspruchsverfahren gegenüber Behörden oder Klagen vor den Sozialgerichten.

Alles direkte Geldzahlungen

„Und bei dieser Summe sind nur die direkten Geldleistungen berücksichtigt. Medizinische Hilfsmittel, die zum Teil sehr kostenintensiv sind, der Grad der Behinderung oder Nachteilsausgleiche für Behinderte, die den Mitgliedern einen finanziellen Vorteil bieten oder auch Reha-Leistungen fließen gar nicht in die finanzielle Wertung ein“, erklärt Kai Bursie, SoVD-Regionalleiter in Braunschweig.

1 200 Verfahren in einem Jahr

Die Mitgliederzahlen und die Zahlen der Verfahren steigen beim SoVD seit Jahren. So hat der der Verband vom Bäckerklint im letzten Jahr 1 200 Verfahren bearbeitet, davon alleine knapp 500 Klagen vor den Sozialgerichten. Häufige Themen in der Beratung waren Rente – auch Erwerbsminderungsrente – und Schwerbehindertenrecht, gefolgt von der Beratung zur Kranken- und Unfallversicherung sowie Grundsicherung und Sozialhilfe. Der Trend zeigt weiterhin die erhöhte Zahl von Bewilligungen bei Anträgen, die der SoVD für seine Mitglieder stellt. „Die Bewilligungsquote bei unseren Anträgen ist mit knapp 70 % merkbar höher als in der Gesamtheit“, berichtet Bursie. Ebenso auf die Leistung des SoVD ist die Bewilligungsquote von 50 % bei Widerspruchsverfahren zu beziehen. Auch im vergangenen Jahr hat der SoVD wieder fast jede zweite Klage vor den Sozialgerichten gewonnen.

Der Sozialverband in Braunschweig

Der SoVD, der dieses Jahr 100 Jahre besteht, berät seine mehr als 5 000 Braunschweiger Mitglieder rund um die Themen Rente, Pflege, Gesundheit, Behinderung und Hartz IV. Außerdem bietet der Verband Service in den Bereichen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Neben der durch den TÜV und unabhängige Berater zertifizierten sozialen Rechtsberatung setzt sich der SoVD bundesweit und auch vor Ort für sozial Benachteiligte gegenüber der Politik und Gesellschaft ein. „Außerdem bieten wir unseren Mitgliedern und Bürgern eine Gemeinschaft!“, wie Kai Bursie hinzufügt. „Denn neben zwei öffentlichen Begegnungszentren in Braunschweig organisieren unsere 12 Ortsverbände regelmäßig Treffen, Fahrten und Veranstaltungen. Oft leiden Senioren und sozial Benachteiligte unter Isolation und Einsamkeit, wir möchten gegensteuern“, führt Bursie aus.

Das SoVD-Beratungszentrum in der Braunschweiger Innenstadt

Info

Nähere Informationen zum SoVD in Braunschweig gibt es im Internet unter www.sovd-braunschweig.de.

Das Beratungszentrum, Bäckerklint 8 (Innenstadt), bietet Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 12 Uhr die Beratung an. Telefon: 0531/480 760.

Der Mitgliedsbeitrag beträgt höchstens 6 Euro pro Person im Monat.

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Braunschweig 2015/2016 | Kai Bursie, Braunschweig