Artikel erschienen am 19.02.2026
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Darmkrebsoperationen mit dem DaVinci-Roboter

Die Vorteile eines minimalinvasiven Instrumentensteuerungssystems

Von Dr. med. Hinrich Köhler, Braunschweig | Nikolas Bollenbach, Braunschweig
Hinrich Köhler
Dr. med. Hinrich Köhler
Chefarzt Chirurgische Klinik, Zertifiziertes Zentrum für Adipositaschirurgie

In westlichen Ländern wird Enddarmkrebs mittlerweile ausschließlich mit robotischer Unterstützung durch das DaVinci-Systems operiert. In Deutschland steigt die Anzahl dieses Unterstützungssystems von Jahr für Jahr. Auch die Chirurgen entwickeln sich weiter und lernen Jahr für Jahr dazu; mittlerweile sind Roboterchirurgen, die über Jahre mit dem System arbeiten, so vertraut, dass die Operationen mit dem Robotersystem schneller gehen und eine bessere Operationsqualität zu generieren ist. Weiterhin wird das Trauma für den Patienten reduziert, der Patient zeigt eine schnellere Rekonvaleszenz, eine zügige Rückkehr in das häusliche Umfeld ist möglich und auch eine schnellere Rückkehr zur Berufstätigkeit kann erzielt werden.

Eine Kamera leuchtet das OP-Gebiet vollständig aus und stellt hochauflösende 3D-Bilder mit 10-facher Vergrößerung her. Der Chirurg kann die Kamera selbst führen, somit immer im optimalen OP-Bereich halten und selbstständig die drei Arme mit Tremor-Filter steuern. Dabei ist eine bequeme Sitzposition an der Konsole möglich und stundenlanges Stehen in ungünstigen Positionen mit erhobenen Armen wird vermieden.

Somit bietet das Operieren mit dem DaVinci-System nicht nur für den Patienten Vorteile, was die Qualität der Operation und die Belastung des Körpers angeht, sondern auch für den Chirurgen zeigt sich ein deutlicher Vorteil.

Ein weiterer Vorteil des DaVinci-Systems ist die Durchblutung der zu operierenden Darmabteile: Über ein fluoreszierendes Tool kann dies immer wieder optimal überprüft werden, so dass für die Darmverbindung eine bestmögliche Blutversorgung erzielt werden kann.

Durch den Einsatz des Robotersystems kann selbst in der tiefen Beckenregion sicher und in unmittelbarer Nähe zum Schließmuskel operiert werden, was die Notwendigkeit eines künstlichen Darmausgangs deutlich reduziert. Die Weiterentwicklung und weitere Einführung des Robotersystems ist alternativlos, da die Vorteile sowohl für Patienten als auch für die Chirurgen mit zunehmender Erfahrung und höherer Fallzahl immer mehr in den Vordergrund treten.

 

 

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