Artikel erschienen am 15.06.2015
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Die Generation Rücken

Die Volkskrankheit Nummer 1 hervorgerufen durch Verschleißerkrankungen optimal behandeln

Von Dipl.-Ök. Dr. med. Kurosch Rassoulian, Langenhagen
Kurosch Rassoulian
Dipl.-Ök. Dr. med. Kurosch Rassoulian
Leitender Arzt Wirbelsäulenerkrankungen/Neurochirurgie der Klinik für Orthopädie und Sporttraumatologie

Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule unterschiedlichster Art haben in den letzten Jahren altersübergreifend zugenommen und sind eine Herausforderung für die moderne Wirbelsäulentherapie. Während bei jungen Patienten eher Verschleißerkrankungen an der Bandscheibe im Vordergrund stehen, kommen mit zunehmendem Alter verschleißbedingte knöcherne Einengungen an der Wirbelsäule hinzu.

Eine hohe Qualität in der Versorgung von Wirbelsäulenerkrankungen setzt eine hoch kompetente Spezialisierung voraus. Nach einer gewissenhaften fachärztlichen Untersuchung ist eine adä­quate Diagnostik notwendig, die i. d. R. ambulant durchgeführt werden kann.

Teilweise sind auch andere Ursachen an den Beschwerden beteiligt. Erforderlich ist daher eine enge fachübergreifende Zusammenarbeit, insb. mit einem erfahrenen orthopädischen Team. Anhand der Untersuchungsergebnisse kann eine individuelle Therapie auf die Erkrankung des jeweiligen Patienten zugeschnitten werden. Gerade bei akuten Rückenschmerzen ist schon bei Beginn eine gezielte Behandlung angezeigt, um der Ausbildung eines „Schmerzgedächtnisses“ und einer „Chronifizierung“ vorzubeugen.

Im Rahmen der ambulante Therapie können gezielte Infiltrationen im Bereich der gesamten Wirbelsäule mithilfe des Röntgengeräts oder der Computertomographie durchgeführt werden. Diese Infiltrationen werden auch zur diagnostischen Abklärung bei Erkrankungen der Wirbelsäule in mehreren Etagen oder gleichzeitig bestehender Gelenkerkrankung eingesetzt.

Drohen dauerhafte Nervenschädigungen wie etwa beim Auftreten von Lähmungserscheinungen oder bei therapieresistenten Beschwerden, ist eine mikrochirurgische Operation angezeigt. Die Operationen an der Wirbelsäule erfolgen mithilfe eines modernen Mikroskops mikrochirurgisch über einen kleinen Hautschnitt am Rücken bei der Lendenwirbelsäule und einen kleinen Hautschnitt am Hals bei der Halswirbelsäule. Die Operationsergebnisse haben sich in den letzten Jahrzehnten stetig verbessert.

Entscheidend ist, dass nur Operationen durchgeführt werden, deren Indikation streng gestellt sind. Der Erfolg ist abhängig von der richtigen Operationsmethode. Häufig ist dem Patienten mit einer mikrochirurgisch gezielten „kleinen“ Operation unter Erhalt der physiologisch-anatomischen Strukturen besser geholfen als mit einer wesentlich aufwendigeren und teuren langstreckigen Operation mit Implantation von Schrauben und Bandscheibenersatz.

Foto: Panthermedia/Piotr Marcinski, Dr. med. Rassoulian

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