Artikel erschienen am 16.05.2014
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Plastisch-rekonstruktive Lidchirurgie

Von Dr. med. Ira Heuberger, Wolfsburg-Fallersleben

Die plastisch-rekonstruktive Lidchirurgie ist ein weites Feld, die störende Veränderungen chi­rurgisch behebt. Man versteht darunter sowohl die Entfernung gut- oder bösartiger Tumore, wie auch die Beseitigung jeglicher Lidfehlstellung der Ober- und Unterlider. Eine eingehende präoperative Aufklärung ist dabei sehr wichtig.

Zu den wiederherstellenden Verfahren im Lid- und Gesichtsbereich gehört die Beseitigung von Lidfehlstellungen. Kippt das Lid nach außen (Ektropium), steht der Tränenkanal ab, das Auge ist ungeschützt und tränt ebenfalls. Kippt das Lid nach innen (Entropium), kommt es zu unangenehmem Wimpernscheuern mit Tränenfluss. Operativ stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, das Lid wieder adäquat anzulegen, damit die Beschwerden verschwinden.

Ptosis links mit beginnendem Hochstand der Augenbraue

Wachsen einige Wimpern fehlgerichtet, können sie mikrochirurgisch dauerhaft entfernt werden. Auch die Absenkung des Augenlides oder der Augenbraue (Ptosis) kann individuell je nach Ausgangsbefund chirurgisch behoben werden, wobei der Auswahl des richtigen OP-Verfahrens die entscheidende Bedeutung zukommt.

Das Gleiche gilt auch für die Behandlung von störenden Hauterschlaffungen (Schlupflider), die z. B.durch Beeinträchtigungen des Gesichtsfeldes behindernd wirken. Liegt ein Lidkrampf (Blepharospasmus) vor, so ist der Einsatz von Botulinumtoxin häufig sinnvoll. Gelegentlich sind Veränderungen im Gesichtsbereich subjektiv so unangenehm, dass durch einen operativen Eingriff eine psychische Belastung verringert werden kann.

Des Weiteren gibt es sowohl an den Augenlidern als auch im Gesichts- und Augapfelbereich verschiedene gut- und bösartige Tumore. Zu den gutartigen Tumoren zählen meistens Wucherungen wie Warzen, Zysten, Gerstenkörner, Fibrome oder Atherome sowie Fettablagerungen direkt unter der Haut (Xanthelasmen). In der Regel werden diese Veränderungen chirurgisch entfernt, gelegentlich ist eine Naht erforderlich, die je nach Lage nach 5 bis 10 Tagen entfernt werden kann. Teilweise ist auch eine Lasertherapie möglich.

Bösartige Geschwülste sollten unbedingt nach der Entfernung erst feingeweblich (histologisch) untersucht werden, bevor der entstandene Defekt geschlossen wird. Dadurch wird sichergestellt, dass keine Krebszellen mehr an der Entnahmestelle verbleiben. Wichtig ist hierbei die Wahl eines spezialisierten Arztes, der über alle gängigen OP-Methoden und eine große Erfahrung verfügt.

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