Artikel erschienen am 10.05.2013
E-Paper

Warum tut Sport in (fast) jedem Alter gut?!

Von Christian Haertle, Braunschweig

„Ganz klar“, wird sich jetzt der eine oder andere Leser sagen, „dass der Haertle sagt, dass Sport ‚gut‘ tut, denn schließlich lebt er ja davon.“ Dieser Gedanke ist jedoch nur teilweise richtig, denn meine Philosophie ist es, nur etwas zu verkaufen, hinter dem ich zu 100 % stehe. Ich betreibe seit rund 26 Jahren selbst Kraftsport und habe vor, dies auch noch mindestens die nächsten 26 zu tun. So Gott dies will! Ich möchte Ihnen nun einige Beispiele nennen, warum ich selbst so überzeugt davon bin.

Es ist nicht nur nachgewiesen, dass regelmäßige sportliche Aktivitäten positive Effekte auf die Gesundheit haben. Es ist auch spürbar! Menschen in jedem Alter können und sollten sich bewegen, um die eigene gesundheitliche Situation positiv zu beeinflussen.

Der Deutsche Olympische Sportbund stellt viele Informationen zusammen, wie man seine eigene Gesundheit mit Sport und Bewegung unterstützen kann, z. B. auch bei Beschwerdebildern wie Allergie, Asthma, Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Problemen, schlechtem Immunsystem, Krebs, Lungen- und Atemwegserkrankungen, Multiple Sklerose, Osteoporose, Rheuma und vielen anderen mehr; er gibt Gesundheitstipps für Bewegung und Sport im Alltag, Tipps bei Stress, für Herz und Kreislauf und gegen Rückenschmerzen.

„Keine Stunde, die man mit Sport verbringt, ist verloren“, so philosophierte schon einst Winston Churchill.

Energiereserven erneuern, Wohlbefinden steigern: Sportliche Aktivitäten tragen entscheidend dazu bei, Risikofaktoren zu vermindern und damit Krankheiten vorzubeugen.

Der Deutsche Sportbund hat in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT etabliert. Intention ist, dass alle Angebote mit diesem Qualitätssiegel auch „Nicht-Sportler“ auf ihrem Weg zu einem bewegteren Leben begleiten.

Aktiv werden – was kann man tun?

Suchen Sie sich eine Sportart aus, die Spaß macht. Alleine oder in der Gruppe, so wie es Ihnen leichter-fällt. Hören Sie auf Ihren Körper. Es ist für den Anfang wichtig, sich nicht zu überfordern. Unterhalten Sie sich mit Freunden, Bekannten oder Arbeitskollegen, um vielleicht gemeinsam den „sportlichen Pfad“ zu betreten. Sport macht ja bekanntlich in der Gruppe mehr Spaß. Verlieren Sie Ihre Scheu!

Sport ist gesund und hält auch geistig fit

Viele Menschen arbeiten im Büro, wo sie eine überwiegend sitzende Tätigkeit ausüben. Umso wichtiger ist es, regelmäßig Ausgleichssport zu treiben. Durch Sport verbessert man seine körperliche Leistungsfähigkeit erheblich. Vor allem der Rückenbereich ist durch das Sitzen am Schreibtisch extrem gefährdet. Hier kann ein Training der Rückenmuskulatur einem Bandscheibenvorfall vorbeugen. Schwimmen ist in dieser Beziehung besonders gesund. Dabei werden alle Muskeln des Körpers trainiert und die Verletzungsgefahr ist sehr gering.

Aber nicht nur die körperlichen, auch die geistigen Fähigkeiten werden durch regelmäßige Sportausübung verbessert. Das hängt damit zusammen, dass die Sauerstoffversorgung des Blutes durch den Sport wesentlich effektiver funktioniert. Auch die Durchblutung sämtlicher Körperregionen ist bei Sportlern erheblich stärker gewährleistet und weil dadurch das Gehirn besser mit Sauerstoff versorgt wird, ist auch seine Leistung höher. Das wurde in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen.

Selbst wenn Sie wenig Zeit haben, um eine Sportart auszuüben, so genügt schon ein flotter Spaziergang von etwa zwanzig Minuten Dauer täglich, um den Körper fit zu halten. Und dazu reicht oft schon der Weg zu den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Sport hält nicht nur fit und hilft beim Abnehmen. Er sorgt auch für bessere Laune und wer in einer neuen Umgebung keinen Anschluss findet, der wird in Sportvereinen der verschiedenen Sportarten mit Sicherheit schnell Anschluss finden. „Gäbe es ein Medikament, das nur annähernd ähnliche segensreiche Wirkungen wie ein regelmäßiges Ausdauertraining auf alle Risikofaktoren degenerativer Herz-Kreislauf-Erkrankungen hätte, man könnte es wohl kaum bezahlen!“, so sagte schon zutreffend Jürgen Weineck (dt. Sportmediziner).
„Eine weitverbreitete und falsche Ansicht ist, dass Sport und Jugend zusammengehören. Mit maßvollem Sport oder modern ausgedrückt, mit einem angemessenen Fitnesstraining kann in jedem Alter noch begonnen werden. Kreislaufsystem und Muskulatur sind auch im Alter von 70 Jahren noch trainierbar. So ist beispielsweise beim Krafttraining das Ausmaß der Zunahme an Muskelleistung und der damit verbundene Gewinn an Sicherheit und Wohlbefinden bei Älteren zumeist verblüffend.

Und Sport im Alter ist nicht nur gut für den Körper, auch Kopf und Gemüt werden gefordert und gefördert. Wer sich ausreichend bewegt und seine Muskulatur trainiert, hat gute Aussichten, auch im hohen Alter noch fit und gesund zu sein. Von dosiertem Ausdauersport und Koordinationsübungen profitieren ältere Menschen besonders. Vor Aufnahme sportlicher Betätigung sollte jedoch eine ärztliche Untersuchung stattfinden.

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie wissen nun, dass es nie zu spät ist, um etwas für Ihre Gesundheit und Fitness zu tun. Ich hoffe meine Ausführungen waren eine Orientierungshilfe für Ihren Weg zu noch mehr Wohlbefinden.
Viel Freude und Erfolg beim ersten Schritt wünscht Ihnen

Ihr Christian Haertle

Foto: panthermedia/Viktor Cap

Ähnliche Artikel

Gesundheit

Fokussiertes Training für den Körper

EMS-Training wird immer stärker nachgefragt – Zeitersparnis ist ein großer Vorteil

Elektromuskelstimulation, kurz EMS, erfreut sich seit Jahren steigender Beliebtheit. Bei körperlicher Ertüchtigung leiten die Nerven elektrische Impulse vom Gehirn an die Muskeln weiter. Die Muskeln ziehen sich daraufhin zusammen. So wird die körperliche Anstrengung unterstützt – während der Übungen werden stimulierende Stromimpulse zu den Muskeln geschickt.

Braunschweig 2018/2019 | Christian Haertle, Braunschweig

Gesundheit

Musizieren im Alter

Es ist nie zu spät, ein Instrument zu erlernen

Heute beginnt mit 50 oft ein Lebensabschnitt voller Herausforderungen und Aktivitäten. Manche ältere Menschen beschäftigt die Frage: „Kann ich in meinem Alter eigentlich noch ein Instrument erlernen?“ Häufig kann man auch hören: „Schade, dass ich als Kind kein Instrument erlernt habe, ich würde gerne musizieren.“

Braunschweig 2012 | Wolfram Bäse-Jöbges