Artikel erschienen am 10.05.2013
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Sehen und gesehen werden

Von Nina Linke-Schneider, Braunschweig

Mehr als 40 Millionen Deutsche tragen eine Brille. Das sind fast zwei Drittel der Erwachsenen. Verdoppelt hat sich hier in den letzten 60 Jahren der Anteil der 20- bis 29-Jährigen. Dieser Anstieg wird auf die veränderten Lebensbedingungen zurückgeführt, wie z. B. die Zunahme von Bildschirmarbeit, die präzises Sehen fordert, da machen sich schon kleinere Sehfehler bemerkbar.

Kennen Sie das? Sie kommen ins Büro und schon nach wenigen Stunden vor dem Computermonitor machen Ihre Augen Probleme und die Konzentration lässt nach. Das könnte an Ihrer Brille liegen. Es gibt spezielle Arbeitsplatzbrillen, die mit speziellen Gläsern genau auf die besonderen Anforderungen der Bildschirmarbeit ausgelegt sind.

In Deutschland gibt es 24 Millionen Computerarbeitsplätze – und in den privaten Haushalten fehlt ein PC oder Tablet nur noch selten. Lange Zeiten am Monitor – das ist Schwerstarbeit für Ihre Augen. Hier einige Tipps, wie Sie sich das Arbeiten am Bildschirm erleichtern können: Ein tief ausgerichteter Bildschirm verhindert langfristig Nackenprobleme, eine ausreichende Beleuchtung ohne Blendung erhöht den Kontrast und erleichtert das Lesen, zwischendurch ein Blickwechsel in die Ferne lässt die Augen entspannen – und Sie können sich besser und länger konzentrieren.

Blaues Licht – hoch energetisch, doch es kann unangenehme Folgen haben

Jeden Tag setzen wir unsere Augen unbewusst hoch energetisch sichtbarem Licht aus – dem blauen Licht – und dies mit zunehmender Häufigkeit und Intensität. Es ist Bestandteil des Sonnenlichtes, energiesparender Beleuchtung und wird von vielen elektronischen Geräten ausgestrahlt, dazu gehören zum Beispiel Smartphones, Tablets oder LCD/LED-Fernseher.

Große Mengen des blauen Lichtes haben negative Folgen. Eine neuartige Beschichtung für Brillengläser sorgt dafür, dass ein Teil des blauen Lichtes reflektiert wird und so weniger blaues Licht ins Auge gelangt. Der Überanstrengung und Ermüdung wird so ganz einfach vorgebeugt, und das bei natürlicher Farbwiedergabe.

Weniger Kontaktlinsenträger – Brillen sind unkompliziert und modisches Accessoire

Es gibt in Deutschland nur 3,5 Millionen Linsenträger – das sind gerade einmal ein Zehntel der Brillenträger. Die Hälfte trägt die Linsen regelmäßig, die anderen wechseln mit einer Brille. Nur etwa ein Fünftel trägt die Linsen am Arbeitsplatz oder in Verbindung mit einer Sonnenbrille. Was spricht also für die Brille?

Eine Brille macht das Gesicht eines Menschen interessanter, führt den Blick zu den Augen, dem Spiegel unserer Seele. Und die Brille ist für viele zum Modeaccessoire geworden – sie avancierte vom gesundheitlichen Muss zum individuellen „must have“. Sie unterstreicht die Persönlichkeit des Menschen, der sie trägt.

Die Brille ist modern, der Klassiker in der Pilotenform ist ebenso angesagt wie Cateye-Gestelle oder rahmenlose Leichtgewichte. Modelle aus Materialien wie Titan und Karbon sprechen vor allem die Männerwelt an. Frauen mögen es häufig farbenfroh und weich in der Linienführung, passend zur aktuellen Mode. Ihr Augenoptiker berät Sie gern und hilft Ihnen bei der Wahl des für Sie optimalen Gestells. Ihre Gesichtsform und der Stand Ihrer Augen zueinander bilden den individuellen Rahmen für Ihre Brille. Bei der großen Auswahl fällt die Entscheidung häufig schwer und der Rat eines erfahrenen Fachmanns ist dabei extrem hilfreich.

Weitere Entscheidungen können unterstützt werden – Normal- oder Gleitsichtgläser, Entspiegelung, leichte Tönung der Gläser. Ihre Anforderungen und Ihr Budget werden bei guter Beratung ebenso berücksichtigt wie modische Vorlieben.

Sommer, Sonne, Sonnenschutz und das Leben im Freien genießen

Dieser Sommer bietet vor allem sportliche Sonnenbrillen und extravagante Styles, ungewöhnliche Farb-und Materialkombinationen schaffen interessante Gegensätze, Farbe sorgt zusätzlich für gute Laune.

Wichtig sind vor allem vor UV-Licht schützende Gläser, denn die schädlichen Strahlen blenden nicht und tun zunächst nicht weh. Ein guter Schutz ist an dem CE-Zeichen im Brillenbügel zu erkennen. Der Tönungsgrad der Gläser ist davon unabhängig und sollte vor allem dem Träger bzw. der Trägerin angenehm sein. Dies können Sie im Optiker-Fachgeschäft Ihres Vertrauens ganz in Ruhe ausprobieren.

Es blenden nicht nur die direkten Sonnenstrahlen, sondern auch die reflektierten, zum Beispiel über Wasseroberflächen, Straßenbelägen, Metallen und Kunststoffen, sogar das Papier der Zeitung oder eines Buches reflektiert das Licht der Sonne. Empfohlen werden polarisierende Gläser für jeden, der sich viel im Freien aufhält. Sie haben entscheidende Vorteile: Sie neutralisieren unangenehme Reflexionen und steigern den Kontrast – die perfekte Lösung für blendempfindliche Augen. So eröffnen diese Brillengläser in vielen Situationen ein neues Lebensgefühl.

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