Artikel erschienen am 22.01.2015
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Vermögen erhalten im Niedrigzinsumfeld

Strategien zum realen Kapitalerhalt

Von Jutta von Bargen, Hamburg

Finanzieller Erfolg ist das Ergebnis harter Arbeit, kluger unternehmerischer Entscheidungen und der richtigen Anlagestrategie für den Erhalt und die Vermehrung von Unternehmenskapital. Eine breite Streuung der Vermögenswerte hat sich gerade auch in Krisenzeiten als erfolgreiches Konzept zur Wertsicherung und langfristig stabilen Wertsteigerung bewährt. In einem Marktumfeld, das von globalen Risiken und historisch niedrigen Zinsen bis hin zum Negativzins geprägt ist, ist Fachkompetenz mehr denn je gefragt. Wichtig: Die Portfoliostruktur muss mit der eigenen Risikobereitschaft im Einklang stehen.

Eine Linderung oder sogar Behebung der europäischen Staatsschuldenkrise lässt noch immer auf sich warten. Die international führenden Notenbanken halten mit ihrer äußerst expansiven Geldpolitik die Zinsen tief – so tief, dass die Realzinsen in den negativen Bereich gefallen sind und zu realen Vermögenswerteinbußen führen. Auch im globalen Umfeld können latente oder akute Krisenherde ausgemacht werden. Gemäß einer Studie des deutschen Fondsverbandes (BVI) ist das liquide Vermögen deutscher Anleger nur zu rund 20 % in Aktien und Fonds, aber zu etwa 80 % in Anleihen investiert. Sicherheit wird einer hohen Rendite vorgezogen. Sollten die mittleren bis hohen Risiken an den internationalen Märkten weiterhin bestehen, dürfte sich dieses Sicherheitsbedürfnis noch verstärken.

Diversifikation als Antwort auf hohe Risiken sorgt für Werterhalt

Vor dem Hintergrund von Vermögensverlusten aufgrund negativer Realzinsen und angesichts des hohen Sicherheitsbedürfnisses der Anleger sind Strategien zum realen Kapitalerhalt von Anlegerportfolios gefragt. Eine Lösung bietet die Diversifikationsstrategie: In die Portfolios werden Vermögensanlagen aufgenommen, die Ertragschancen bieten und sich unabhängig oder gegenläufig zueinander entwickeln. Dadurch können die Risiken und Verluste einer Anlage durch die Gewinne eines anderen Investments ausgeglichen oder zumindest in Grenzen gehalten werden. Durch die Anwendung dieses Prinzips verbessert sich das Rendite-Risiko-Profil eines Portfolios – bei geringerem Risiko können gleich hohe oder sogar höhere Erträge erzielt werden.

Schutz vor realen Vermögensverlusten

Diversifikation als Instrument der Risikosteuerung ist elementar wichtig. Entscheidend ist in der Anlageberatung das Erwartungsmanagement und selbstverständlich die Aufklärung über die Zusammenhänge zwischen Ertragschancen auf der einen und Risiko- und Verlustwahrscheinlichkeiten auf der anderen Seite. Was können Sie als Anleger tun? Wie hoch ist Ihre Risikobereitschaft als verantwortlicher Unternehmer? Der Weg zu einem optimierten Portfolio führt über eine ausführliche persönliche Beratung durch einen Experten. Die Streuung des Vermögens über Regionen, Branchen, Länder und Währungen stellt höhere Erträge bei gleichbleibendem oder sogar sinkendem Risiko auf Gesamtportfolioebene in Aussicht. Durch Vielfalt lassen sich Risiken begrenzen, gleichzeitig bleiben Ertragschancen erhalten. Auch in Krisenzeiten greift das Konzept der Diversifikation, das auf dem klugen Kombinieren von Vermögenswerten beruht. Ein diversifiziertes Portfolio ist vielfältig, und es reagiert auf Krisen differenziert: Manche Anlagen können negativ betroffen sein, andere werden gar nicht tangiert und wieder andere profitieren sogar.

Fazit

Seit über 30 Jahren befinden sich die langfristigen Zinsen im stetigen Sinkflug und setzen den bisherigen Zinseszinseffekt zunehmend außer Kraft. Mit einer optimalen Streuung der Vermögenswerte lassen sich Mehrerträge oberhalb der Inflationsrate erzielen und Unternehmensvermögen sichern. Um Fehlallokationen zu vermeiden, ist eine ausführliche Beratung durch einen Experten dringend zu empfehlen.

Foto: Panthermedia/Zdeněk Malý

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